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Letzte Aktualisierung: 05/2026 |
 | kaboom in der NÖN |
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Ein Komet bedroht die Erde - und Stockerau reagiert erstaunlich vertraut.
Das Stockerauer Straßentheater greift Soyfers „Weltuntergang“ auf und
übersetzt ihn pointiert in die Gegenwart.
Was tun, wenn ein Komet auf die Erde zurast? Der Mikrokosmos des Stockerauer
Straßentheaters von „kunst & ko“ reagiert so, wie man's sich erwartet: Die
Polizeikommandantin versichert, die Exekutive habe alles im Griff. Der Altbürgermeister
meint, man musse ja nicht nach oben schauen. Der Pfarrer betont, Gott werde schon
alles richten. Der Ferialpraktikant der Gemeinde befragt Google. Schließlich greifen die
Putzfrauen Betti und Wetti ein.
Es ist ein Anfang, der nicht nur an „Der Weltuntergang“ erinnert - das 90 Jahre alte Werk
von Jura Soyfer bildet sogar die Grundlage für das diesjährige Stück „kabumm“. „Ich
habe versucht, den Text so an die heutige Zeit anzupassen, dass sich der Stil von Soyfer
nicht verandert“, schildert Hauptautorin Eva Kronberger. 2026 wird also nicht mehr
gemorst, um Nachrichten zu verschicken. Gehamstert wird dagegen schon, aber nicht
Kondensmilch, sondern Toilettenpapier.
Straßentheater-Figuren verwandeln sich in Himmelskorper
Unverändert geblieben ist die Rolle der Planeten, die vom zerstorerischen Treiben der
Menschen genug haben. Sie beauftragen einen vorbeifliegenden Kometen, auf die Erde
zu krachen. Kronberger verwandelt also Polizeikommandantin, Altbürgermeister und
Sekretärin in Planeten, den Ferialpraktikanten in einen Beinahe-Planeten, den Pfarrer in
den Mond und die Wirtin in die Sonne. Diese absurde Transformation ist kein einfacher
Kunstgriff, geht aber dank Putzfrauen als humorvolle Erklärbärinnen schlüssig auf.
Erwin Wögensteiner übernimmt im diesjährigen Straßentheater mehrere Rollen: Altbürgermeister
Schwammerl, Saturn, Staatsgewaltiger und Mr. Trumpert - also ein ruckläufiger Typ mit Ringen unter den
Augen, wie ihn die Putzfrauen beschreiben. |
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